Deutsch-Russisches Sonntagskonzert

Hymnen Tänze Choräle Reflexionen 

MCME
Moscow Contemporary Music Ensemble

Ivan Busuev, Flöte
Oleg Tantsov, Klarinette

Ilia Rubinshtein, Cello
Mikhail Dubov, Piano

Programm:

Mikhail Glinka Pathetik Trio  Klarinette, Cello und Piano
Carl Philipp Emanuel Bach Sonata a-moll  Flöte solo
Sergej Newski Unterbrochener Choral  Flöte und Cello
Alexander Scriabin Tänze op.73  Piano
(Garlands, Dark Flames)

 Pause

Johann Sebastian Bach Sonata A-Dur  Flöte u. Piano,  BWV 1032
Olga Rayeva Hymnus  Violoncello solo
Vladimir Rannev P est na. Iss O ex glo æ Flöte, Basskl. & Piano
Helmut Zapf Albedo VIII   Flöte, Cello und Piano

Unterstützt vom Russischen Kulturministerium

Bilder einer Ausstellung

von Modest Petrowitsch Mussorgski (1839-1881)

unter diesem Motto findet das Konzert  im Sankt-Annen-Gemeindehaus in der Schönower Strasse 75 statt.

Der junge chinesische Pianist Mu Xu aus Qingdao spielt dieses Werk am Ende des Konzertnachmittages in der Urfassung des Komponisten.

Zuvor erklingt als Uraufführung ein Werk von Friedrich Schenker für zwei Fagotte: „Fünf Allegorien“(I Fliege und Elefant, II Esel und Frosch, III Kuckuck und Kuckuck, IV Pferd und Wurm, V Feuerspei und Stravinscino), welches der Fagottist Dieter Hähnchen gemeinsam mit Elisabeth Göring, die Fagottistin in der Schweiz ist, darbieten wird.

Zusammen mit dem Pianisten Mu Xu kommt ein Trio für 2 Fagotte und Piano von dem in Berlin lebenden Pianisten und Komponisten Bernd Casper zur Uraufführung. Bernd Casper war Professor für Klavier an der HfM Hanns Eisler und Pianist an der Staatsoper Berlin.

Als weiteren Programmpunkt spielt Mu Xu die spätromantische Klaviersuite op.25 von Arnold Schönberg. Schönberg, als Begründer der 12tonmusik, hat dieses Werk als eines seiner ersten Werke mit 12tontechnik 1921 komponiert. Es sticht aus seiner spätromantischen Herkunft heraus als Schlüsselwerk für die Zukunft des Musikschaffens in Europa zwischen den beiden Weltkriegen.

Das Werk von Modest Petrowitsch Mussorgski „Bilder einer Ausstellung“, welches durch die Orchesterfassung von Maurice Ravel Berühmtheit erlangte und später in den 70ern des vergangenen Jahrhunderts durch die Popformation „Emerson Lake and Palmer“ noch einmal „geadelt“ wurde, offenbart seine zukunftsweisenden Ansätze in der Übernahme der theoretischen Ansätze von Franz Liszt: „jeder Akkord kann neben jedem stehen…,alles ist gleichberechtigt.“ So kommt Mussorgski, der zum „Mächtigen Häuflein“ der russischen Avantgarde im 19. Jhd. gehörte, zu ganz neuen klanglich malerischen Ansätzen in seiner Zeit.

Mussorgski, zeitweilig als Offizier beim Zaren in Diensten, hat dieses Werk 1874, nach dem Tode seines Freundes, des russischen Malers Wiktor Alexandrowitsch Hartmann, nach einigen seiner berühmten Gemälde komponiert. Als Anhänger der Lisztschen Zukunftsmusikvisionen schuf er das jahrhundertübergreifende Werk, welches als Musterbeispiel der damals neu entstehenden Musikform der Programmmusik (als Gegenstück zur klassischen Sinfonie) gilt.

Dieses populäre und malerische Werk wird den Abschluß des Nachmittags bilden.

Piano: Mu Xu (Qingdao-China)
sowie Werke für Fagott & Klavier
von Bernd Casper (UA), Friedrich Schenker (UA) u.a.
Fagott: Dieter Hähnchen und Elisabeth Göring

soundtour

Ort:Lutherstraße 15

Nadir Vassena »Luoghi sottratti« für Gitarre solo
Gitarre: Mats Scheidegger

Anton Safronov »The House That Jack Built« für Sopran und Cello (2011)
traditioneller englischer kumulativer Kinderreim (12 Strophen)

Ludger Kisters »Miniaturen« für Gitarre solo
Gitarre: Mats Scheidegger

VI.Zepernicker Liederbuch

insieme Gedenkkonzert
für Friedrich Goldmann

Anlässlich des 1. Todestages von Friedrich Goldmann entstanden 15 Kompositionen von ehemaligen Schuelern und Kollegen, die auf sein letztes Werk “ Sisyphos zu zweit“ von welchem er noch die Uraufführung hören konnte, direkt oder indirekt Bezug nehmen.

Dafür schrieben ehemalige Schueler und Kollegen eigene kurze werke vom Solo bis zum Quartett.

E.Hünnigen, G.Katzer, H.Oehring, S.Newski, E.Poppe, F.Schenker, D.Schnebel, L.Voigtländer, Kanajan, Sanders, S.E.Winkler, Chr.Schmidt, Seither, W. Zimmermann, Ji-Hyang Kim, F.Goldmann

Ausführende: DUOKAYA, Katja Guedes, Sopran; Sprecher, Christian Steyer; Ensemble JungeMusik; Thomas Noll, Orgel