Passionsmusik

„mit diesen Händen“

Werke von Dieter Schnebel, Johann Sebastian Bach, Georg Katzer und Helmut Zapf

Ausführende:

Irene Kurka – Sopran (Düsseldorf)

Burkart Zeller – Cello (Köln)

Bettina Junge – Flöte, Simon Strasser – Oboe

Cembalo- und Orgelcontinuo: Karin und Helmut Zapf

„Mit diesen Händen“

heißt der Titel eines Stücks des Komponisten und Pfarrers Dieter Schnebel, basierend auf einem 1949 geschriebenen Text von Heinrich Böll: Hände die segnen, Brote schneiden, den Abzug eines Maschinengewehrs drücken, Stacheldraht anfassen, schlagen, das Kreuzzeichen machen ….

Schnebel komponierte daraus eine Art Kantate für Sopran und Cello. Das besondere an dem Cellopart ist, dass der vierstimmige Teil extra für die Benutzung des „Bach-Bogens“ geschrieben wurde: durch das gleichzeitige Streichen der 4 Saiten des Instruments, welches nur mit diesem speziellen Bogen möglich ist, wird ein chorischer Klang hörbar.

Auf dem Programm stehen auch zwei Textvertonungen des 2007 verstorbenen Schriftstellers Wolfgang Hilbig: Georg Katzers „Ophelia“ und Helmut Zapfs Komposition „Rechenschaft“.

Die zeitgenössischen Stücke werden mit Arien aus Johann Sebastian Bachs Johannespassion sowie Orgelchorälen ergänzt. So entsteht zum einen ein bewegter und bewegender Kontrast, doch zugleich auch eine Verbundenheit der Werke miteinander.

Es erwartet die Konzertbesucher eine besinnliche und ausdrucksstarke Stunde, musiziert von der jungen Sängerin Irene Kurka aus Düsseldorf und dem Virtuosen auf dem Cello: Burkart Zeller (Köln).
Irene Kurka studierte Musik in München, Dallas (USA) und Vancouver (Canada); arbeitet als freischaffende Sopranistin in den Bereichen Oper, Operette, Lied und Oratorium.
Burkart Zeller, geboren 1971, studierte in Freiburg, den USA und Düsseldorf. Seine Konzerttätigkeit hat zwei Schwerpunkte: die zeitgenössische Musik sowie die Aufführungspraxis mit historischen Instrumenten.

Jugendkammerorchester Berlin

es erklingen

von Mikis Theodorakis „Griechische Tänze“,

von Johannes Brahms „Ungarische Tänze“

sowie Helmut Zapfs „Psalm“ für Solo-Oboe und Streichorchester

Leitung: Till Schwabenbauer

Im Jahr 2007 gründete Till Schwabenbauer das Orchester mit engagierten und hochtalentierten Schülern und Studenten von Berliner Musikschulen und den beiden Hochschulen. Die jungen Musiker im Alter zwischen 15 und 23 Jahren fanden sich nach den vorhergehenden beiden Probenarbeitsphasen des Landesjugendorchesters Berlin zusammen. Seitdem wird zu speziellen Arbeitsphasen sowie regelmäßig alle 14 Tage mit jugendlichem Feuer und Enthusiasmus geprobt. Auftritte fanden bisher meist in Berlin statt, so u.a. im Konzerthaus am Gendarmenmarkt sowie im Kammermusiksaal der Philharmonie.

Till Schwabenbauer (geb. 1989) stammt aus einer Familie mit langer künstlerischer Tradition; viele seiner Vorfahren waren Musiker, Musikpädagogen und Schauspieler. Bereits im Alter von 4 Jahren erhält er auf seinen Wunsch ersten Klavierunterricht und mit 5 Jahren nimmt er an ersten öffentlichen Konzerten teil. Mit 9 Jahren folgen die Klarinette und das Saxophon. Er erhielt als Stipendiat der Studienfördernden Ausbildung seine Dirigierausbildung bei Alexander Gelovani-Megreli. 2009 /2010 übernimmt er die musikalische Leitung der Kinderoper „Sternzeit“, ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Staatsoper Berlin. Auf dem Gebiet der Neuen Musik arbeitet er gern mit Komponisten und Komponistinnen zusammen und brachte bereits einige Uraufführungen auf die Bühne. In Zepernick war er 2009 zu den XVII. Randspielen mit dem Dirigat des Werkes für 9 Motorräder von Dieter Schnebel auf dem Hof der Elekto GmbH zu erleben.

XVIII Randfestspiele 2010

Festival Neue Musik

UNISONO

Die Lange Nacht davor – anniversario

ensemble mosaik und Frank Gutschmidt
Werke von Georg Katzer, Paul-Heinz Dittrich, Dieter Schnebel sowie von
Gwyn Pritchard, Stefan Streich, Stephan Winkler, Jörg Mainka und Helmut Zapf
Elektronik: André Bartetzki, Sprecher: Michail Paweletz, Leitung: Chatschatur Kanajan

anschliessend: „Nordlichter“ Lichtinstallation von Rose Schulze im Kirchgarten

 

incontro 1

Modern-Ensemble-Daegu und Ensemble JungeMusik Berlin

Werke Koreanischer und Deutscher Komponisten u.a. von
Kyuyong Chin, Yoori Kim, Eunsil Kwon, Erhard Grosskopf, Juseub Lim und Lothar Voigtländer
Elektronik: André Bartetzki – Leitung :Young Eun

Kyuyong Chin, Yoori Kim, Eunsil Kwon, Erhard Grosskopf, Juseub Lim,Voigtländer

vicinato 1

Schweizer Solisten und Gäste

(Egidius Streiff, Vl. – Bettina Buchmann, Akk. – Matthias Bauer, Kb. – Yu-Pei Wang, Ob. – Friedrich Schenker, Pos)

Werke von Insun Cho, Lucas Langlotz , Junghae Lee, Georg Katzer und Friedrich Schenker

Elektronik: Andre Bartezki

kommt noch dazu und bei S.Jakob Drees, Stimme und Violine

 

soundtour V – chiesa – osteria

um 14.00 Uhr – Sankt-Annen-Kirche Zepernick
ca. 14.30 Uhr – Restaurant „Alte Schmiede“ in Zepernick
ca. 15.00 Uhr – Restaurant „Athena“ in Zepernick
ca. 15.30 Uhr – Ev. Methodistische Kirche Zepernick
ca. 16.30 Uhr – Restaurant „Vapiano“ – Berlin Buch
ca. 17.00 Uhr – Schlosskirche – Berlin Buch
ca. 18.00 Uhr – Gemeindhaus der Sankt-Annen-Kirche in Zepernick

Katja Guedes, und Wonyun Yang, Sopran – S.Jakob Drees, Stimme und Geige – Egidius Streiff und Susanne Zapf, Violine – Henry Mex, Kontrabass und Gesang – Ensemble JungeMusik – Dieter Hähnchen, Fagott – Na’ama Golan u. Nathan Plante, Trompeten – Matthias Jann, Friedrich Schenker, Posaune und Alphorn – Janni Struzyk, Tuba – Josefine Horn und Thomas Noll, Orgel – Claudia Sgarbi u. Ewa Korolczyk, Perkussion – Iris Sputh, Tanz – Ensemble Rummtskbaa, Trommeln – Andre Bartetzki u. Martin Daske, Elektronik – Hermann Keller, Sprecher – Leitung bei Friedrich Schenker: Young Eun

Werke von Casper, Daske, Glandien, Gerwin, Lauber, Mex, Manolis, Jinsoo Kim, Katzer, Jaman Koo, Reinhold, Rubbert, Schenker, Streng, Voigtländer, W.Zimmermann u.a.

vicinato 2

Schweizer Solisten und Gäste

(Egidius Streiff, Vl. – Bettina Buchmann, Akk. – Tomas Bächli, Klavier – Elektronik: Andre Bartezki)

Werke von Daniel Glaus, Wolfgang Heiniger, Ralf Hoyer, Erich-Itor Kahn, Max E. Keller, Heidi Baader Nobs, Erich Schmid und Martin Wehrli

incontro 2

AuditivVokal Dresden, JungeMusik Berlin und Nathan Plante
Werke von Jin-Ah Ahn, Thomas Gerwin, Peter Koeszeghy, Peter Lang, Susanne Stelzenbach und Helmut Zapf

Elektronik: Andre Bartezki;

Leitung: Olaf Katzer

 

Randspiele – Gottesdienst

Predigt: Dr. Thomas Ulrich
Musik: AuditivVokal Dresden und Orgel: Helmut Zapf

wie ein Märchen …

Märchen und Kurzgeschichten aus Korea für Kinder und Erwachsene
Musik von Helmut Zapf, Modern-Ensemble-Daegu, Antje Messerschmidt und Ines Mencke(Violine)
Erzähler: Christian Steyer

lettura

Nur im Weltall ist es wirklich still: Vom Lärm und der Sehnsucht nach Stille

Sieglinde Geisel liest aus ihrem gleichnamigen Buch

Thomas Bächli: Klavier – Erik Drescher: Flöte

Werke von Max E. Keller, Marcus Merkel (UA) und Hermann Keller (UA)

VI.Zepernicker Liederbuch

insieme Gedenkkonzert
für Friedrich Goldmann

Anlässlich des 1. Todestages von Friedrich Goldmann entstanden 15 Kompositionen von ehemaligen Schuelern und Kollegen, die auf sein letztes Werk “ Sisyphos zu zweit“ von welchem er noch die Uraufführung hören konnte, direkt oder indirekt Bezug nehmen.

Dafür schrieben ehemalige Schueler und Kollegen eigene kurze werke vom Solo bis zum Quartett.

E.Hünnigen, G.Katzer, H.Oehring, S.Newski, E.Poppe, F.Schenker, D.Schnebel, L.Voigtländer, Kanajan, Sanders, S.E.Winkler, Chr.Schmidt, Seither, W. Zimmermann, Ji-Hyang Kim, F.Goldmann

Ausführende: DUOKAYA, Katja Guedes, Sopran; Sprecher, Christian Steyer; Ensemble JungeMusik; Thomas Noll, Orgel

unisono

Sonar Quartett (Streichquartett), Na’ama Golan und Nathan Plante (Trompete)
Michael Hirsch (UA), Matthias Hinke (BE), Kaspar Querfurth (UA), Sebastian Stier (UA), Helmut Zapf (UA)

Elektronik: André Bartetzki

celebrare

Krakeel – ein Gesangsquartett für frei improvisierte Musik

Bini Lee – Gesang, Simon Jakob Drees – Gesang + Violine;
Matthias Bauer – Gesang + Kontrabass,

Johannes Bauer – Gesang + Posaune

Ensemble – KU

Alte und Neue Musik aus Japan und anderen Nationen

Ensemble -KU-

Sayaka Yonekawa – Violine
Noritaka Ito – Klavier
Gaku Yamada – Gitarre

KU ist einer der Zen-Gedanken aus Hannya-Shinkyo und bedeutet alles Geschehen auf der Welt und gleichzeitig das Nichts. Es ist uns nicht möglich zu sehen, aber alles existiert.

Von diesem Motto ausgehend, will KU mit zeitgenössischen Komponisten zusammenarbeiten und ihre Werke uraufführen.

Das Trio bat 4 Komponisten unterschiedlichster Herkunft (japanisch, rumänisch, deutsch) unter dem Thema „Hiroshima“ neue Komposition zu schreiben.

Programm:

Mayako Kubo – Wohin? (2010) – UA
Helmut Zapf – Hou-ou (2010) – UA
Gabriel Irany – Blicke über Hiroshima(2010) – UA
Daisuke Terauchi – Three sisters(2010) – UA
Mayako Kubo – BACH Variationen II für Tonband und improvisation (1982)

„Hämmerklavier“

Piano: Moritz Eggert (München)

Programm:

John Cage: Water Music (1952)
Wolfgang Rihm: Klavierstück 6 (Bagatellen) (1977/78)
Helmut Zapf: un verso per piano „La salita a Bellegra“ (2008/2009)
Marcus Antonius Wesselmann: aus Solo IX, 11 kombinatorische Etüden: Etüde 7 (Dance of Singing Machines) (2003)

PAUSE

Moritz Eggert:
1. Hämmerklavier XVIII: 3 Miniaturen (2004/6)
I Skizze (für Louisa Gustafsson)
II Vierdimensionales Objekt mit Souvenircharakter (für Marianne Augustin)
III An einen Walzer (von Schostakowitsch)

2. Hämmerklavier XIX: Hymnen der Welt (Afghanistan bis Zimbabwe) (2006)
3. Hämmerklavier X: Mouth Organ (1995)
4. Hämmerklavier XVII: Advanced Kabuki (2004)
5. Hämmerklavier XX: One Man Band 2 (2009)

Anton Bruckner – Messe in d

Chorkonzert in St.-Marien, Bernau

St.-Annen-Kantorei & Kantorei der Paulus – Gemeinde Zehlendorf,
erweitertes Kammerorchester Berliner Cappella

Cassandra Hoffman – Sopran
Ursula Thurmair – Alt
Thomas Volle – Tenor
Simon Berg – Bass

Leitung: Karin Zapf

Bruckner schrieb die erste Fassung dieser Messe 1864 unter dem stark nachwirkenden Eindruck einer Aufführung von Richard Wagners Tannhäuser. Die Uraufführung fand am 20. November desselben Jahres im Alten Dom zu Linz statt. Mit dieser Messe schaffte Bruckner den endgültigen Durchbruch in Bezug auf sein Kirchenmusikalisches Musikschaffen; die Aufführung war sowohl bei Kritikern und Zeitgenossen als auch beim Publikum ein immenser Erfolg. In dem Konzert in der St.Marien-Kirche erklingt dazu ein neues Werk des Komponisten Helmut Zapf für Bläser und Solisten. Es beruht auf der Bibelstelle in Lukas 9, Vs.28-36, der Verklärung Jesu.

Adventsmusik

mit dem Gemischten Chor Berlin-Pankow e.V.
Leitung: Friedrich Czaja

Jesus macht nicht mehr mit

Lieder und Geschichten von unten und oben, von Himmel und Erde, die Weihnacht betrachtend

Gina Pietsch (Lieder, Chansons, Texte) und
Dietmar Ungerank (Gitarre)

Ich bin eine Heidin. Meine Eltern, in ihrer Jugend evangelisch, waren ausgetreten aus der Kirche. Ob Ihnen danach etwas gefehlt hat? Ich weiß es nicht, und ich kann sie nicht mehr fragen. Jedenfalls gab es bei uns kein Weihnachten ohne „Stille Nacht“. Erst saß meine Schwester am Klavier, dann ich. Und die Hirten schienen zu kommen, so wie wir sie im Lied gerufen hatten, nicht wissend, daß man so im alten Böhmen sang. Und „süßer klangen die Glocken“ auch nie mehr, als in meiner Kinderzeit. Und so ging das fast fünfzig Jahre – das Weihnachten einer Heidin. Mein Kollege Dietmar Ungerank ist kein Heide, wohl aber auch kein eifriger Kirchgänger. Seine Eltern in Tirol, Katholiken, waren nicht ausgetreten. Und von seiner Schwester habe ich das Lied von den „Engelen“ gelernt, die aus dem himmlischen Tor hervorkugeln und „Putzikagelen“ machen – Purzelbaum, würden wir sagen – was nicht gerade sehr himmlisch klingt, mich aber gleich himmlisch verliebt gemacht hat. An diesem Fest gibt es überhaupt viel zum Verlieben. Die schön komische „Poetantin“ Julie Schrader hat erkannt, warum:

„Weihnachten ist das Fest der Seelen,

Weihnachten ist das Fest der Lust.

Weihnachten tun sich vermählen Bethlehem und Gänsebrust.“

Und so was Schönes müßte lange dauern, bis Ostern vielleicht, wie die Schweden singen….

So unumstritten die Darstellung der Hoffnung auf Erlösung durch diesen liebevollen Jesus ist, so umstritten ist der Anteil der Reichen dabei. Von den heiligen drei Königen jedenfalls wird doch sehr Widersprüchliches erzählt. Brecht meint, in der Geschichte seien es ursprünglich Hirten gewesen, und Ludwig Thoma behauptet gar: „Es ist eine G‘ schicht von den Armen. Kein Reicher war nicht dabei“. Wie auch immer, von Reichen, die Gold verschenken, hört man immer wieder gern, von Kindern, die verhungern, ungern – heute in unserer Welt aller zweieinhalb Sekunden eines. So bedarf es denn des Mutes eines Erich Fried, dieses schöne Fest mit solch krassen Informationen zu stören. Dabei ist der Gedanke gar nicht weit hergeholt, wenn man sich von ihm den Namen des berühmten Ortes übersetzen läßt, wo alles angefangen hat – in Bethlehem, im „Haus des Brotes“, wo er geboren wurde, dieser sanfte Revolutionär, der die Liebe predigte, bis er „aufs Kreuz gelegt“ wurde. Und zwischen Geburt und Tod dieses Jesus ist so viel Wichtiges und Schönes, wozu auch ich – ähnlich Jacques Brel – ja sagen kann, ob im alten Text, oder in der Auslegung des Wolfgang Borchert, der in Kriegszeiten – vor unserer Geburt -, diesem Abend den Namen gab – „Jesus macht nicht mehr mit“.

Fußend auf der Titelgeschichte von Wolfgang Borchert, wird gesungen und erzählt – in mehreren Sprachen und Dialekten – von dieser alten guten Geschichte, die in Bethlehem begann, in der Stadt, deren Name „Haus des Brotes“ bedeutet, dort, wo er geboren wurde am Heiligen Abend, dieser „sanfte Revolutionär“, der die Liebe predigte, bis er „aufs Kreuz gelegt wurde“, und der eine Hoffnung auf Friede und Wohlgefallen blieb, bis heute und für viele. Gina Pietsch

Die Presse meint:

„Chansons und Weihnachten gehören nicht unbedingt zusammen. Doch was die Berlinerin Gina Pietsch daraus macht, ist eine ganz erstaunliche, freche, respektvoll kritische und zugleich hochkünstlerische Angelegenheit … Sie bewundert die Botschaft, die von der Heiligen Nacht ausgeht,; sie fürchtet die Menschen, die Kinder verhungern lassen und Soldaten in den Tod schicken. Und sie singt, ja sie singt großartig, ausdrucksstark, mit einer rauchigen, nach Berliner Jazzkellern schmeckenden Stimme … Der moderne Zugriff auf die Weihnachtsbotschaft und der erlesene Umgang mit Sprache und Musik hätte ganze Schülerjahrgänge beeindrucken können.“ (Neue Westfälische) „… Mithin bewährt sich die Künstlerin nicht nur gesanglich mit rauchiger Charakterstimme, sondern ebenso als Erzählerin, die sich von jeder Anspielung, jedem Blickwechsel und Klangwandel der Texte anregen läßt. Der explosiven Energie, wie sie die großartige, oft ungebärdige Schauspielerin freisetzt, hält Dietmar Ungeranks Gitarre mit Dezenz Stand: Beinah bescheiden agiert der Musiker und riskiert doch nie, nebensächlich zu werden. Gegen die abgedroschenen Phrasen der Menschlichkeit wehren sich die beiden mit wohlüberlegt-wechselreicher Dramaturgie: Die strahlenden sowohl wie die düsteren Farben des Festes tragen sie auf. Auch Weihnachtslieder singen sie – in Französisch, Schwedisch, Chilenisch-, sogar die unverwüstliche „Stille Nacht“ … (Frankenpost)

Gina Pietsch

Sängerin und Schauspielerin; Germanistik- und Musikstudium an der Karl-Marx-Universität Leipzig; Studium im Fach Chanson bei Gisela May an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“zu Berlin; Schauspielabschluss an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ zu Berlin; dort seit 1992 Lehrtätigkeit im Fach Gesang und Interpretation; zahlreiche Arbeiten für Rundfunk und Fernsehen; über fünfunddreißig Soloabende, sechzehn davon zu Brecht, die weiteren basierend u. a. auf Texten von Bachmann, Braun, Fried, Gernhardt, Goethe, Heine, Kabarett, Kempner, Schrader, Theodorakis und solchen der Kabarett-Literatur; gespielt bzw. inszeniert am Schloßpark-Theater Berlin, am Kabarett Halle, am Städtebundtheater Hof, am Schloßtheater Celle, am Stadttheater Fürth und dem Staatstheater Cottbus; ihre Inszenierung des Brecht-Abends „Die Ware Liebe“ am Stadttheater Fürth erhielt den Bayerischen Theaterpreis

Dietmar Ungerank

Gitarrist und Komponist; 1950 in Steinach am Brenner geboren; begann als Zwölfjähriger mit dem Gitarrenspiel, arbeitete in professionellen Bands und tauschte die E-Gitarre mit der Konzertgitarre, auf der er 1977 in München die Gitarrenlehrerprüfung ablegte; neben Konzertverpflichtungen spielt er am Theater Hof die Gitarrenparts in Musicals, Opern und Operetten; ist Dozent an der Musikschule der Hofer Symphoniker, wo er von 1982 bis 1988 das „Internationale Seminar für Gitarre Hof/Saale“ initiierte und leitete; seit 1987 befaßt mit Kompositionen, die er in Kombination von Text-Bild-Musik zu Klangbildern umsetzt