VI.Zepernicker Liederbuch

insieme Gedenkkonzert
für Friedrich Goldmann

Anlässlich des 1. Todestages von Friedrich Goldmann entstanden 15 Kompositionen von ehemaligen Schuelern und Kollegen, die auf sein letztes Werk “ Sisyphos zu zweit“ von welchem er noch die Uraufführung hören konnte, direkt oder indirekt Bezug nehmen.

Dafür schrieben ehemalige Schueler und Kollegen eigene kurze werke vom Solo bis zum Quartett.

E.Hünnigen, G.Katzer, H.Oehring, S.Newski, E.Poppe, F.Schenker, D.Schnebel, L.Voigtländer, Kanajan, Sanders, S.E.Winkler, Chr.Schmidt, Seither, W. Zimmermann, Ji-Hyang Kim, F.Goldmann

Ausführende: DUOKAYA, Katja Guedes, Sopran; Sprecher, Christian Steyer; Ensemble JungeMusik; Thomas Noll, Orgel

UNISONO

Die Lange Nacht davor – anniversario

ensemble mosaik und Frank Gutschmidt
Werke von Georg Katzer, Paul-Heinz Dittrich, Dieter Schnebel sowie von
Gwyn Pritchard, Stefan Streich, Stephan Winkler, Jörg Mainka und Helmut Zapf
Elektronik: André Bartetzki, Sprecher: Michail Paweletz, Leitung: Chatschatur Kanajan

anschliessend: „Nordlichter“ Lichtinstallation von Rose Schulze im Kirchgarten

Passionsmusik

„mit diesen Händen“

Werke von Dieter Schnebel, Johann Sebastian Bach, Georg Katzer und Helmut Zapf

Ausführende:

Irene Kurka – Sopran (Düsseldorf)

Burkart Zeller – Cello (Köln)

Bettina Junge – Flöte, Simon Strasser – Oboe

Cembalo- und Orgelcontinuo: Karin und Helmut Zapf

„Mit diesen Händen“

heißt der Titel eines Stücks des Komponisten und Pfarrers Dieter Schnebel, basierend auf einem 1949 geschriebenen Text von Heinrich Böll: Hände die segnen, Brote schneiden, den Abzug eines Maschinengewehrs drücken, Stacheldraht anfassen, schlagen, das Kreuzzeichen machen ….

Schnebel komponierte daraus eine Art Kantate für Sopran und Cello. Das besondere an dem Cellopart ist, dass der vierstimmige Teil extra für die Benutzung des „Bach-Bogens“ geschrieben wurde: durch das gleichzeitige Streichen der 4 Saiten des Instruments, welches nur mit diesem speziellen Bogen möglich ist, wird ein chorischer Klang hörbar.

Auf dem Programm stehen auch zwei Textvertonungen des 2007 verstorbenen Schriftstellers Wolfgang Hilbig: Georg Katzers „Ophelia“ und Helmut Zapfs Komposition „Rechenschaft“.

Die zeitgenössischen Stücke werden mit Arien aus Johann Sebastian Bachs Johannespassion sowie Orgelchorälen ergänzt. So entsteht zum einen ein bewegter und bewegender Kontrast, doch zugleich auch eine Verbundenheit der Werke miteinander.

Es erwartet die Konzertbesucher eine besinnliche und ausdrucksstarke Stunde, musiziert von der jungen Sängerin Irene Kurka aus Düsseldorf und dem Virtuosen auf dem Cello: Burkart Zeller (Köln).
Irene Kurka studierte Musik in München, Dallas (USA) und Vancouver (Canada); arbeitet als freischaffende Sopranistin in den Bereichen Oper, Operette, Lied und Oratorium.
Burkart Zeller, geboren 1971, studierte in Freiburg, den USA und Düsseldorf. Seine Konzerttätigkeit hat zwei Schwerpunkte: die zeitgenössische Musik sowie die Aufführungspraxis mit historischen Instrumenten.